Marinierter Tofu im Pandanblatt | Kohlrabi | Frühlingszwiebeln – vegan –



Jo mei! Ist er krank? The Masked Chef goes vegan? Aber nein, es ist alles in Ordnung! Die Missus winkt nur schon seit einiger Zeit mit dem Zaunpfahl und besteht auf mindestens zwei tierfreien Tagen pro Woche. Als ob es nicht schon schwer genug wäre, aufwändige Gerichte nur für zwei Personen zu kochen, muss ich mir jetzt auch noch Gedanken über die ‚Trennbarkeit‘ meiner ‚Kreationen‘ an solchen Tagen machen…mir das Fleisch und den Fisch – der Missus das Gemüs‘! 😉 Ganz ehrlich: in Verbindung mit asiatischen Aromen lässt sich auch völlig vegan ein leckeres Menü zubereiten, was auch einen ausgewiesenen Karnivoren wie mich satt und zufrieden macht. Um die Zutaten zu bekommen, ist es entweder von Vorteil, einen gut sortierten Asia-Markt in der Nähe zu haben, oder aber man plant vor und bestellt rechtzeitig online – speziell die Pandanblätter sind nicht immer bei den Versendern vorrätig!  Pandanblätter haben ein intensives, vanilleähnliches bis leicht nussiges Aroma und werden in der asiatischen Küche ausschließlich frisch zum Aromatisieren genutzt. Die frischen Blätter werden entweder mitgekocht oder aber die Speisen werden in die Blätter eingepackt und in diesen gedämpft, gebraten oder fritiert; in allen Fällen dienen die Blätter nur der Aromatisierung und werden nicht mit gegessen. In feuchtes Küchenpapier gewickelt in einer verschließbaren Plastiktüte halten sie sich im Kühlschrank bis zu 10 Tage. 100 g (das sind etwa 12-15 Blätter, ca. 50 cm lang) kosten bei Toko Indonesia oder Asianbrand um die 2 Euro – damit lässt sich eine Menge machen! Der bei vielen ungeliebte Tofu wird kräftig mariniert, in Pandanblatt gewickelt und knusprig braun gebraten. Gut, die Konsistenz bleibt…Tofu, eben, aber in dieser Form zubereitet kann er auch eingefleischte Tofu-Gegner überzeugen!

Dazu gibt es marinierte Kohlrabi-Sticks (das Rezept hierfür habe ich mir vom asiatischen Gurkensalat ausgeliehen) und in Öl angebratene Frühlingszwiebeln.

Zutaten (für 4 Personen) 1 Packung (350g) festen Tofu

4-5 Knoblauchzehen und 20 g frischer Ingwer, geschält 

2 Schalotten, fein gehackt

1 Orange, 2 Limetten

Vietnamesische oder thailändische Fischsauce

Sojasauce (vorzugsweise ‚Gen-En‘, also salzreduziert)

Sesamöl

Reisessig

Erdnuss- oder Keimöl

Brauner Zucker

Wenige bis mehrere rote und grüne Chilies (die Scharfen!) 😉

4 Pandanblätter

1 Kohlrabi, geschält und in 0,5 – 0,8 cm Sticks geschnitten

4 kleine Bund Frühlingszwiebeln, gewaschen, und getrimmt

Geröstete Sesamsaat und geröstete Erdnüsse, im Mörser geschrotet

Frische, ungeröstete (und ungesalzene) Erdnüsse habe ich immer im Kühlschrank. Die halten sich dort mehrere Monate. Ich röste beides selbst, bei milder Hitze in einer beschichteten Pfanne (klar verwende ich auch hierfür unser Allroundtalent d. die Pfanne®), schrote die Nüsse und die Sesamkörner anschließend im Mörser und bewahre sie in luft- und lichtdichten Behältern an einem kühlen Ort auf. Das schmeckt nicht nur besser, sondern regt auch den Geruchssinn an – wenn die noch lauwarmen Erdnüsse oder die Sesamkörner im Mörser geschrotet werden – probiert es mal aus!

Für den marinierten Tofu: Saft einer Orange und einer Limette mit 6 EL Fischsauce, 2 EL Sojasauce, 1 EL Erdnuss-oder Keimöl und 1 EL braunem Zucker mischen, bis der Zucker aufgelöst ist. Ingwer und Knoblauch fein reiben und mit den fein gehackten Schalotten untermischen. Chilies (Menge ganz nach Geschmack…oder Capsaicin-Toleranz der Esser 😉 ) fein hacken und gut mit der Marinade vermischen. Tofu in 8 gleich große, längliche Stücke schneiden und mindestens 1 Stunde in der Marinade ziehen lassen.

Für den marinierten Kohlrabi: Kohlrabi-Sticks mit dem Saft einer Limette, 6 EL Fischsauce, 4 EL Reisessig, 2 EL Zucker, einem Spritzer Sesamöl,1-2 gehackten Chilies, zwei Knoblauchzehen, fein gehackt und je ein EL gerösteter und gemörserter Sesamsaat und Erdnüssen für eine Stunde marinieren. Wer hat (und mag – ich mag, aber hatte nicht mehr 😉 ) gibt zum Servieren noch etwas gehackte Korianderblätter dazu.

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Das Finale: Den marinierten Tofu vorsichtig aus der Marinade heben (RICHTIG vorsichtig – das Zeug neigt dazu, auseinander zu fallen!) und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Die Pandanblätter gut abwaschen, mit Küchenkrepp trocken tupfen und mit dem Messerrücken etwas flach klopfen. Je 2 Tofustücke auf ein Blatt geben, einwickeln und mit Spießen feststecken. Die Frühlingszwiebeln mit einem scharfen Messer längs teilen. In zwei beschichteten Pfannen jeweils etwas Erdnuss- oder Keimöl erhitzen und die Tofu-Päckchen und die Frühlingszwiebeln bei mittlerer bis starker Hitze braten.

Ab auf die Teller! Tataaa – mein erstes 100% veganes Rezept!

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Kategorien:Asiatisch, Fusion, VeganSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , , ,

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