Kein Grillwetter draußen…wir holen den Sommer in die Küche!



Es regnet, draußen hat es gefühlte 6°C, der ‚goldene Oktober‘ fühlt sich an, wie der graue November. Und dunkel wird es auch schon um halb sieben. Bäh! In den Supermärkten ist schon das Weihnachtsgebäck aufgebaut und auch die Schokoladen-Nikoläuse stehen bereits in Reih‘ und Glied wie die Armee kurz vorm Einmarsch in unsere guten Stuben! Der Grill fristet ein trauriges Dasein auf der nasskalten Terrasse und ich habe ein wunderbares Stück Fleisch vom Klepelshagener Weiderind im Kühlschrank, das nur darauf wartet, auf Temperatur gebracht zu werden, seine Röstaromen zu entwickeln und medium-rare gebraten mit einem Salat, der an Länder mit feuchtheißem Klima erinnert, auf den Teller gebracht zu werden.

Klassiker also? Klar – Steak und Salat!

Der Salat:

Gurke, Tomaten, rote und gelbe Paprika, verschiedene Chilies, Frühlings- oder Lauchzwiebeln, vielleicht ein wenig Chinakohl UND….Nashi! Nashi? Wird hier meistens als ‚Nashi-Birne‘ bezeichnet, aber das ist eigentlich Quatsch, denn ‚Nashi‘ ist Japanisch und heißt….: ‚Birne‘! Also ‚Birne-Birne‘ 😉

Spaß beiseite – die Zutaten für den Salat sind ‚Liberty Hall‘ – macht das rein, wonach euch gelüstet, oder was ihr grade im Kühlschrank habt! Die Sauce/Marinade ist auch nur ein ‚Denkanstoß‘ – was nicht da ist, oder nicht dem Geschmack der Esser entspricht, wird weg gelassen oder ersetzt.

Die Salatsauce:

Knoblauch, in Scheibchen geschnitten, Ingwer, klein gehackt, Schalotten, in Scheibchen, Pfeffer, Limettensaft, Thai- oder Vietnamesische Fischsauce, etwas Reisessig (oder anderer guter Essig), einige Spritzer Sesamöl, etwas Oliven- oder Erdnussöl, vielleicht ein paar geröstete und geschrotete Erdnüsse oder Sesamsaat, bisschen schwarzer Pfeffer aus der Mühle und ein EL Zucker – Salz braucht es nicht, die Fischsauce ist hier ‚das Salz im Salat‘.

Die Sauce über den Salat geben, gut durchmischen und für mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann durch einen Seiher abgießen – sonst ‚ersäuft‘ der Salat!

Ist das Fleisch schon ausm Kühlschrank? Gut so! Es wird zwar oft geschrieben, dass ‚man das Fleisch 30 Minuten vor der Zubereitung‘ aus der Kühlung nehmen soll, um es auf Zimmertemperatur zu bringen, aber das ist Blödsinn! Nach 30 Minuten ist das Teil immer noch saukalt! Zwei Stunden sind Minimum! Nicht zweifeln – glauben! 😉

Da der Grill bei diesem Sauwetter außen vor ist, wird das Fleisch in einer Grillpfanne gebraten. Und – jawoll – in einer beschichteten Grillpfanne! Ich habe alle Arten von Grillpfannen durch, Gusseisen, Eisen, Carbonstahl und auch die von mir selbst entwickelte aus Aluguss mit PTFE-Beschichtung. Die Ergebnisse sind identisch! Nur dass sich die beschichtete Pfanne viel leichter säubern lässt und durch das material (Aluminium-Druckguss) eine hervorragende Hitzeleitfähigkeit hat. Leer erhitzen ist Quatsch! ‚Volle Pulle Hitze‘ auch! Fett oder Öl? Braucht man bei diesem Fleischzuschnitt mit Fettrand nicht!

Bei d. die Pfanne® gibt es momentan eine Aktion für ein 3er Set – 24er und 28er Pfanne plus die Grillpfanne, selbstverständlich für Induktionsherde geeignet, für kleine 80 Euro – in Spitzenqualität!

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Den Fettrand vom Fleisch diagonal über Kreuz einschneiden – dabei nicht ins Fleisch schneiden! Grillpfanne für 1 Minute maximal auf höchster Stufe erhitzen (bei Induktion – bei einem konventionellen Ceran-Kochfeld bis zu 2 Minuten), Temperatur auf Stufe 7 zurück nehmen und das Fleisch auf der Fettseite für 3-4 Minuten anbraten. Da läuft genug fleisch-eigenes Fett raus, so dass es nichts mehr zusätzlich braucht. Dann das Fleisch auf allen Seiten je 3-4 Minuten (immer noch auf Stufe 7, also bei moderater Hitze) braten bis es rundum gebräunt ist. Mit Meersalz und Puffer aus der Mühle würzen und bei 130-140°C im Ofen bis zu einer Kerntemperatur von 54-56°C (für medium-rare) fertig ziehen lassen – 5 Minuten ruhen lassen und dann quer zur Faser aufschneiden.

Ein bisschen Brot dazu und einen Rosè von Schloss  Gobelsburg und man braucht schon fast keinen Rock’n’Roll mehr!

Dieser Beitrag beinhaltet unverhohlene Werbung für d. die Pfanne® – nicht weil ich dafür gesponsert werde oder etwas umsonst bekomme, sondern weil ich die Produkte entwickle, teste und in meiner Küche mit großer Begeisterung verwende.

Und nach dem Essen….

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Kategorien:Asiatisch, Basics, Fusion, HausMANNSkostSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

4 Kommentare

  1. Oh Mann!
    Schaut das alles fein aus!!! 🙂
    Liebe Grüße
    Maria!

    Gefällt 1 Person

  2. Ich würde nach diesem Essen auch schnurrend und faul auf der Seite liegen.
    Das sieht mal wieder fantastisch aus!!! Und Kochen&Essen ist bei diesem blöden Wetter da draußen echt die beste Sache, die man machen kann!
    Ich hab jetzt Hunger!!!!!
    Liebe Grüße XOXO
    Tanja

    Gefällt mir

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