Als Superfood führen Linsen fast schon ein ärmliches Schattendasein neben Quinoa, Chia und Co., dabei sind sie mit ihrem hohen Gehalt an Eiweiß (25-30%), Eisen, Kalium, Magnesium und Zink und komplexen Kohlehydraten nicht nur gesunde und perfekte Energielieferanten, sondern schmecken auch sehr gut.
Linsen als Schnellküche? Aber die muss man doch über Nacht einweichen … nicht! Hochwertige Linsen wie die französischen Puy-Linsen aus der Auvergne (oder auch Berglinsen aus Umbrien) schmecken nicht nur besonders fein und nussig, sie sind auch schnell gekocht und sind etwas fester in der Konsistenz und weniger mehlig als andere Linsensorten. Auch hier gilt: Je besser die Zutaten, desto besser das Ergebnis!
Speck oder kein Speck, das ist hier die Frage. Linsen schmecken auch ohne tierische Produkte zubereitet hervorragend, aber für mich gehört ein guter Bauchspeck dazu! Doch auch Bauchspeck ist nicht gleich Bauchspeck. „Gelderländer Bauch“ gibt es überall, in jedem Supermarkt, bei jedem Discounter, von saubillig bis teuer – meistens ist es jedoch nur die Verpackung, die den Preisunterschied macht. Drin ist fast immer das Gleiche. Anders beim Bauchspeck von Kalieber. Da wird nicht die Herkunft verschleiert oder minderwertige Ware durch bunte Verpackung aufgehübscht. Der Kalieber-Bauchspeck kommt vom Aktivstall-Schwein und den Unterschied schmeckt man auch! Mehr über das Konzept Aktivstall-Schwein findet ihr hier (Link öffnet neues Fenster). ***Dies ist nicht als Werbung zu verstehen, sondern meine persönliche Meinung. Ich habe die beschriebenen Zutaten bei Kalieber regulär eingekauft und bezahlt (und das bleibt auch so 😉 )
Zutaten für 6 Portionen
500 g französische Puy-Linsen (Lentilles de Puy) oder umbrische Berglinsen
350 g mild gepökelter und geräucherter Bauchspeck vom Schwein
2 große Karotten, geschält, längs geviertelt und in 2 mm Scheibchen geschnitten
1 L Brühe – am besten ungesalzen & selbst gekocht, aber in der Schnellküche darf es auch mal eine aus dem Glas sein. Ob Gemüse, Kalbs-, Geflügel- oder eine kräftige Rinderbrühe bleibt der persönliche Vorliebe überlassen, doch auch hier rate ich zu handwerklich hergestellter Brühe ohne Hefeextrakte oder andere Geschmacksverstärker. Auch hier wird man bei Kalieber fündig.
2 EL Olivenöl
Meersalz und Pfeffer aus der Mühle zum Abschmecken
Ein Strauß krause Petersilie, grob gehackt
Ein guter Schuss Essig – wer mag!
Weiteres Gemüse ist nicht nötig, aber wer mag und etwas mehr Zeit hat, gibt noch optional dazu:
1 Zwiebel und/oder 1 Schalotte, einige Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
1 kleine Stange Lauch, geputzt und in Scheiben geschnitten (oder 2 Stangen Frühlingszwiebeln)
2-3 Stangen Bleichsellerie, leicht geschält und in Scheibchen geschnitten
Die Linsen in einem Küchensieb unter fließendem kaltem Wasser gut waschen und abtropfen lassen. Den Bauchspeck mit einem scharfen Küchenmesser in ca. 1 x 4 cm Streifen schneiden und in einem großen Kochtopf langsam anbraten, so dass Fett austritt. Nach 5-7 min die Karotten (und das übrige Gemüse, falls verwendet) dazu geben und unter gelegentlichem Rühren für 5 min. anschwitzen. Temperatur erhöhen, die abgetropften Linsen dazu geben und gut umrühren, bis die Linsen mit Fett benetzt sind (falls nötig 2 EL Olivenöl dazu geben). Mit ca. ½ L Wasser ablöschen, aufkochen und die Brühe dazu geben. Die Linsen sollten etwa 2 Finger breit mit Flüssigkeit bedeckt sein. Ggf. noch etwas Wasser dazu geben. Nochmals aufkochen, dann die Temperatur auf ein sanftes Köcheln reduzieren und für 30-40 min garen. Gelegentlich umrühren. Gegen Ende der Kochzeit ab und zu prüfen, ob die Linsen den gewünschten Gargrad erreicht haben – der Eine mag sie etwas fester, der Andere lieber weicher. Ohne Speck und nur mit Gemüsebrühe gekocht, ist dieser Teller sogar absolut vegan … und ebenso lecker!
Mit Salz und Pfeffer abschmecken – und einen Schuss Essig dazu geben. Ich finde, dass Essig den Linsengeschmack betont, aber wer keinen Essig mag, kann den auch gerne weg lassen. Die Flüssigkeit sollte so weit verkocht sein, dass die Linsen eine breiige Konsistenz haben. Für den Geschmack ist das vollkommen unerheblich – wer es suppiger mag, gibt noch etwas Brühe dazu. Wer es zu suppig findet, der kann die Linsen mit ein wenig Speisestärke binden. Die gehackte Petersilie unterrühren und servieren.
Verwendetes Werkzeug:
großes Küchensieb
Edition 10 – der Kochtopf 24 cm
Kochlöffel aus Holz
Wie immer entstand auch dieses Rezept in der Testküche von d. die Pfanne® – der Marke für hochwertiges Kochgeschirr und Küchenaccessoires.
Warum wird der Teller auf ein Holzpodest gestellt? LG Hartmut
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Weils schee aussieht 😉 LG Tommy
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Yummi 😊 heute probiert und sehr lecker! Danke für das „braucht keine Kartoffeln“ Rezept.
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Vielen Dank fürs Nachkochen – freut mich, dass es geschmeckt hat. Es gibt übrigens noch einen zweiten Blog aus meiner Feder – http://www.pureiron.de – schon mal geschaut? Da sind ein paar ganz tolle Rezepte drauf – grade heute erst wieder eines veröffentlicht. Vilen Dank fürs Lesen und kulinarische Grüße,
Tommy
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Bei einer so guten Vorgabe macht das nachkochen ja automatisch Freude. Ich schaue dann doch direkt mal beim reinen Eisen vorbei 😉😁
Viele Grüße Astrid
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