Cheeseburger | Kartoffel-Eier-Salat



Ein Rezept für ’nen Cheeseburger?? Wozu das denn? Kennt doch jeder. Die Fleischpatties gibt’s gefroren in jedem Supermarkt oder beim Discounter. Bisschen Salat, Zwiebel, Tomate, Scheibe Käse, Gurke, Ketchup oder sonst irgendeine Sauce, in einen Bun und fertig! Burger ist ‚fast food‘. Heißt es. Okay. Einen ‚bemühten‘ Burger, nur um ‚anders‘ zu sein, mach ich nicht. Der ist eigentlich ganz klassisch. Mit fertig gekauften Buns (ich ess die eh‘ nicht). Und mit fertigen Saucen. Die sind allerdings richtig gut. Könnte ich selbst nicht besser machen. Und die eine oder andere ‚Feinheit‘ bei der Zubereitung macht den kleinen, aber feinen Unterschied. Eigentlich sind das zwei Rezepte. Der Cheeseburger, oder nur ‚Burger‘, wer den Käse weglassen will. Und der Kartoffel-Eier-Salat. Ein Rezept aus der Bretagne, von einer Familie, die Austauschschüler beherbergt. Überliefert, sozusagen.

Der Kartoffel-Eier-Salat:

60% festkochende Kartoffeln (z.B. Amandine)

40% Eier – von freilaufenden Hühnern, Bio, oder Öko – Hauptsache Eier, die nach Eiern schmecken und nicht aus industrieller Massenhaltung kommen.

Ein Bund Basilikum

Eine Handvoll feine Kapern (Nonpareilles), gewässert

Klassische Vinaigrette ( 1/4 Weißweinessig, 3/4 feinstes Olivenöl, zerdrückte Knoblauchzehen, weißer Pfeffer aus der Mühle, Meersalz, 1 EL Dijon-Senf)

Knoblauch schälen und zerdrücken. Mit dem Essig, weißem Pfeffer und Salz in einer kleinen Schüssel mindestens 1/2 Stunde ziehen lassen. Ich nehme hier Bambussalz von Ingo Hollanddas ist fast so fein wie Puderzucker und löst sich im Essig sehr schön auf. Knoblauchzehen herausnehmen, den gewürzten Essig in einen verschließbaren Behälter geben, Senf und Olivenöl dazu und zu einer homogenen Vinaigrette schütteln.

Kartoffeln waschen und mit der Schale gar kochen. Eier hart kochen. Wie das am besten geht, habe ich hier beschriebenBasilikum waschen, trocknen und die Blätter von den Stielen zupfen. Es ist wichtig, dass die Kartoffeln und die Eier gleichzeitig gar sind, denn beides muss noch heiß sein, so dass die Vinaigrette absorbiert wird. Ein ‚Küchensklave‘ ist hier eventuell hilfreich. 😉 Kartoffeln und Eier in kaltem Wasser kurz abschrecken, Eier schälen und beides in Scheiben schneiden. In eine Schüssel lagenweise Kartoffelscheiben, Eierscheiben und Basilikumblätter geben und jede Lage mit Vinaigrette überziehen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Gewässerte und abgetrocknete Kapern darüber geben und durchmischen.

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Für die Burger:

Hackfleisch vom Rind. Ich nehme Entrecôte (Rib-Eye) und drehe das selbst durch den Fleischwolf. Es hat nicht nur einen ausgeprägten Fleischgeschmack, sondern auch genug Fett, um dem Burger den nötigen ‚Zusammenhalt‘ zu geben. Medium gebraten wird es am besten.

1 EL Keimöl

Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, und wer mag, getrocknete Chilies, im Mörser zerkleinert

1/2 Zwiebel und 1/2 Tomate, Salatblätter (z.B. Eisberg oder Romana)

2 kleine Schalotten und 2 Knoblauchzehen, fein gehackt, etwas Butterschmalz

3/4 Glattpetersilie, 1/4 frische Minze, Blätter abgezupft und grob gehackt

1 Ei

Käsescheiben, wenn gewünscht. Reifer, irischer Cheddar.

Saucen: Hier verwende ich ‚Habanero Hot Sauce‘ von Cool Chile Co. aus London und ‚Louisiana Style Hot Sauce‘ von Pain is Good aus den USA.

Zwiebel in Scheiben schneiden und mit viel Meersalz für 30 Minuten marinieren. Das Salz nimmt den Zwiebeln die Schärfe (und die unerwünschte Eigenschaft bei vielen Menschen Blähungen zu erzeugen). Mit kochendem Wasser überbrühen und gut abtropfen lassen. Schalotten und Knoblauch fein hacken und in etwas Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne glasig dünsten. Weil dies unter das Hackfleisch gemischt wird und die Burger rosa gebraten werden, ist dieser Schritt zwingend notwendig, denn ich mag keine rohen Zwiebeln und Knoblauch in meinem Burger. Hackfleisch, Ei, Kräuter, Gewürze, und gedünstete Schalotten und Knoblauch gut mischen und Patties formen.

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Backofen auf 140° vorheizen. Keimöl in einer Steakpfanne erhitzen und die Burger auf beiden Seiten je 3-5 Minuten braten, je nach Dicke. Seit ich die neue Steakpfanne aus Aluguss im Test habe, ist meine Gusseiserne ausrangiert. Obwohl die mit PTFE (‚Teflon‘) beschichtet ist, sind die Bratergebnisse völlig identisch und das Teil wiegt nur ein Drittel der Gusseisernen und lässt sich spielend leicht reinigen. Bei geeigneter Witterung kommen die Burger natürlich auf den Holzkohlengrill! 😉 Unterteil der Buns mit je einem Salatblatt und einigen Zwiebelringen belegen und etwas Sauce beträufeln. Die Burger drauf legen, je eine Tomatenscheibe, etwas Sauce und Käsescheibe oben drauf legen und für 5 Minuten (oder bis der Käse geschmolzen ist) in den Ofen stellen. Ich hatte es bereits erwähnt – ich bin kein Fan von den Buns und habe die hier nur der Vollständigkeit halber verwendet. Liebhaber ‚echter‘ Burger werden vermutlich ihre Buns dazu selbst backen… ;). Ich mag dazu lieber den Kartoffelsalat – ein echter Star für jeden Grillabend! Die übrigen Salatblätter grob schneiden, oder ‚etwas disziplinieren‘, wie Fergus Henderson zu sagen pflegt und mit etwas Vinaigrette dressen.

Rock the kitchen…mit dem Weltklassealbum ‚Live Dates‘ von Wishbone Ash aus den 70ern. Wishbone Ash hat damals mit ihrem melodischen Rock mit zwei Leadgitarristen einen Sound geschaffen (a.k.a. ‚the guitar twins‘), der in der Folge viele Bands beeinflusst hat.

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