Beschichtete Pfannen – Keramikpfanne vs. Teflonpfanne



Ich habe bewusst diese beiden, sich hartnäckig im Volksmund haltenden Bezeichnungen gewählt. Gemeint sind antihaft-beschichtete Pfannen.

  • Mit PTFE-Beschichtung, nach dem Handelsnamen des Unternehmens, welches für diese Beschichtung im Jahre 1941 das Patent erhielt: TEFLON® von DuPont
  • Mit Sol-Gel-Technologie-Beschichtung, welche zu einer keramikähnlichen Oberfläche polymerisiert

Ich will meine Leser nicht mit chemischen Eigenschaften und Beschreibungen von Herstellungsprozessen langweilen – darüber steht bereits genügend gut recherchierte Literatur im Internet.

Was allerdings über die physikalischen Eigenschaften und den täglichen Gebrauch solcher Pfannen im Internet geschrieben steht, ist Anlass zum Fremdschämen, und das auch bei Leuten, die es eigentlich wissen sollten! Da wird schamlos Hitzebeständigkeit bis zu 400°C, manchmal 500°C für Pfannen mit Keramikbeschichtung angepriesen, extreme Kratzfestigkeit, sagenhafte Antihafteigenschaften und nicht zuletzt Umweltfreundlichkeit oder Schadstofffreiheit (‚Grüne’ Pfannen). Und wieder wird eine Sau durchs Dorf getrieben  – und das schon seit einigen Jahren. Die arme Sau!

Was blieb den Beschichtungsherstellern übrig, als auf den Marketingzug aufzuspringen? ILAG, Weilburger GREBLON, WHITFORD – alles klangvolle Marken, die sicherlich jeder schon einmal auf einer Verkaufsverpackung von Pfannen gesehen hat. Manche Kochgeschirrhersteller ‚erfinden’ sogar ihre eigene ‚Marke’ für diese Beschichtungen, z.B. ‚Thermoceramica’, ‚Cera-Dur’, ‚Ceratal’ und weitere Phantasienamen…

Nur der Erfinder der Antihaftbeschichtung, die Firma DuPont, hat bezeichnenderweise keine Keramikbeschichtung im Programm. Ach was?!

Hitzebeständigkeit von bis zu 400°C bei Keramikbeschichtungen

Selbst hoch erhitzbare Fette und Öle rauchen spätestens bei 220 – 230°C gnadenlos ab!

Ohne Fett und ohne Öl braten? Was glaubt ihr, passiert mit dem Eigenfett im Fleisch bei Temperaturen, die nicht einmal gehärtete Fette aushalten? Richtig – raucht auch ab! Räuchern geht anders….

Hinzu kommt die Gefahr, besonders bei Induktionsherden, dass aus einer Erhitzung einer leeren Pfanne ganz schnell eine unkontrollierte Überhitzung werden kann – hierbei können Temperaturen von weitaus mehr als 400°C erreicht werden…Ruft schon mal einer die Feuerwehr?

Wozu dann diese sagenhafte Hitzebeständigkeit?!

Kein Vorteil für die Keramikpfanne.

Überragende Kratzfestigkeit und Antihafteigenschaften von Keramikbeschichtungen

Wer hat sie noch nicht gesehen, die Werbefilmchen, wo der Pfannkuchen von selbst aus der Pfanne hüpft’? Neue Besen kehren gut! Eine nagelneue Keramikbeschichtung hat sicherlich die gleiche, wenn nicht sogar marginal bessere Antihafteigenschaft wie eine neue PTFE(Teflon)-Beschichtung. Wer seine keramikbeschichtete Pfanne sorgsam behandelt, nie überhitzt, nicht drin herumkratzt (auch nicht mit Kunststofflöffeln!) und immer nur mit heißem Wasser, ohne aggressive Spülmittel, spült, gut trocknet und anschließend etwas einfettet, der wird sicherlich lange Freude daran haben. Wer allerdings den marktschreierischen Werbeaussagen vertraut, mit voller Pulle Hitze brät, bis es raucht, die angepriesene Kratzfestigkeit auf die Probe stellt und das Teil auch noch in der Spülmaschine reinigt, der wird sein blaues Wunder erleben! Keine 2 Wochen wird ihn die Keramikpfanne erfreuen, denn dann ist die Antihafteigenschaft….weg!

Was ist passiert?

Wegen ihrer hohen Härte sind Keramikbeschichtungen auch spröde – die hauchdünne Oberfläche kann z.B. duch Abklopfen eines Holzlöffels bereits mikroskopisch feine Risse bekommen. Verwendung von ungeigneten Fetten und Ölen (nicht hoch erhitzbar) führt bei Überhitzung des Fettes oft schon bei weniger als 150°C zu einer Verharzung – geschieht dies auf einer keramikbeschichteten Oberfläche mit Mikrorissen, ist es vorbei mit der Antihafteigenschaft.

Das gleiche gilt für aggressive Spülmittel, die die Oberfläche angreifen können. Man darf sich nicht durch die Verkaufsshows der einschlägigen TV-Shopping-Sender täuschen lassen. Da werden die Keramikbeschichtungen munter mit Messern, Nägeln und sogar Lötlampen bearbeitet, um zu zeigen, dass die Beschichtung keinerlei Schaden genommen hat. Keinen unmittelbar sichtbaren Schaden…

Wieder kein Vorteil für die Keramikpfanne!

Umweltfreundlichkeit und Schadstoff-Freiheit von Keramikpfannen

PFOA- und PTFE-frei – Die ‚grüne’ Pfanne!

Natürlich PTFE-frei, denn die klassische PTFE(Teflon)-Beschichtung ist selbstverständlich nicht ‚PTFE-frei’ – schließlich ist Polytetrafluorethylen die Bezeichnung für diesen Kunststoff. Aber was soll an der PTFE-Freiheit ‚grün’ oder ‚schadstofffrei’ sein? Wollen die Werber uns etwa mitteilen, dass PTFE per se ein Schadstoff ist? Wenn das so wäre, dann wäre kein mit PTFE beschichtetes Kochgeschirr mehr auf dem Markt. Sämtliche Hersteller von Keramikbeschichtungen stellen auch PTFE-Beschichtungen her und selbstverständlich werden auch diese regelmäßig von diversen, unabhängigen Prüfinstituten nach dem LFGB-Gesetz sowie diversen EEC-Regularien getestet und für unbedenklich erklärt. Gelangt PTFE, z.B. durch Abrieb beim Kochen, in den Verdauungskreislauf, so wird es unverdaut wieder ausgeschieden. Muss ich nicht näher darauf eingehen 😉

PFOA….Perfluoroctansäure (wie bedenklich das wirklich ist, kann jeder im Internet nachlesen) spielte, und ich betone spieltE, tatsächlich früher bei der Herstellung von PTFE(Teflon)-Beschichtungen eine Rolle (als Emulgator). Seit mehreren Jahren verwenden die Hersteller von Beschichtungen für Kochgeschirre auch für PTFE-Beschichtungen kein PFOA mehr.

Keramikpfanne vs. Teflonpfanne – Unentschieden?

Nicht ganz… Selbst die Beschichtungshersteller geben zu, dass die Antihafteigenschaften von Keramikbeschichtungen nach einigen Monaten Gebrauch nachlassen, während diese bei PTFE-Beschichtungen, auch bei sichtbar angegriffener Oberfläche, über Jahre hinweg erhalten bleiben.

Die Kosten für eine Keramikbeschichtung sind für den Kochgeschirrhersteller genauso hoch wie für eine der hochwertigsten 3-lagigen PTFE-Beschichtungen, welche im Haushaltsbereich eher selten zum Einsatz kommen. Beim Gastronomiefachhandel hingegen findet man bei beschichteten Pfannen fast ausschließlich diese PTFE-Beschichtungen (z.B. Teflon Platinum Plus, ILAG Durit Resist Pro, Greblon C3+) – auch diese enthalten eine ‚keramische Verstärkung’, also Keramikpartikel im PTFE-Polymer.

Fazit  

Beide Pfannen haben ihren Platz am Markt – und es steht, gleiche Pflege und Behandlung vorausgesetzt, unentschieden. Der informierte Profi wird aber, aufgrund der dauerhaften Antihafteigenschaft, die Teflonpfanne vorziehen, wenn es eine Beschichtete sein soll. Meine Kaufempfehlung: DIE Pfanne!

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Für unbeschichtete Pfannen – watch this space! 😉

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41 Kommentare

  1. Interessant. Und ich überlegte mir neulich, eine Keramikpfanne zu kaufen, dann lasse ich das wohl besser bleiben. Danke. 🙂

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  2. Du gibst Teflonpfannen auch nicht in die Spüline?

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  3. Sehr einseitiger, parteiischer Bericht. Keramikpfannen werden nur kritisiert, doch am Ende wird wieder relativiert, dass beide ihre Berechtigung haben?

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    • Keramisch beschichtete Pfannen haben durchaus ihre Berechtigung, nur was die üblicherweise marktschreierische Werbung für so beschichtete Pfannen dem Verbraucher vermitteln will, ist schlichtweg Blödsinn. So gesehen bin ich parteiisch, aber das liegt wohl auch daran, dass ich vom Fach bin 😉

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  4. Teflon und vergleichbare Antihaftbeschichtungen geben bei Überhitzung Gase ab, die tödlich giftig für Papageien & Sittiche sind. Da es immerhin 3,4 Mio davon in deutschen Haushalten gibt, ist Keramik zumindest für solche Haushalte das Material der Wahl. In den USA haben Teflon etc. Kochzeuge übrigens dbzgl. Warnhinweise. Im übrigen gibt es durchaus auch Stimmen, die davon ausgehen, dass diese Gase für Menschen zwar nicht tödlich aber sicherlich auch nicht gesund sind.

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    • ‚bei Überhitzung‘ ist der Dreh- und Angelpunkt hierbei. PTFE-Beschichtungen beginnen ab etwa 360°C Gase abzugeben, die tatsächlich für Vögel giftig sind – doch wer erhitzt seine Pfannen bewusst und willentlich auf solche Temperaturen? Selbst gehärtete Pflanzenfette beginnen bereits bei 260-280°C zu rauchen, bei 360° brennt das Zeug bereits lichterloh. Das Argument mit den Gasen ist sicherlich valide, aber in der Praxis kommt so etwas höchstens als ‚Unfall‘ vor. Und die Warnhinweisen in den USA….nun ja, da muss sogar auf jeder Plastiktüte draufstehen, dass die kein Kinderspielzeug sind…nur ob die Kinder das lesen…? 😉

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      • 1. Giftstoffe werden schon vorher abgegeben. (Ich bin Ingenieur der Verfahrenstechnik und will Dir hier eine lange technische Antwort ersparen.)
        2. Leute vergessen ständig Kochgeschirr auf dem Herd. Mich erreichen ständig Nachrichten von Leuten, deren Papageien starben. Dabei handelt es sich nicht immer um Kochgeschirr sondern auch um Backgeschirr und Kleingeräte wie Raclettes.

        Es ist eine ernstzunehmende Gefahr. Schade, dass Du diese bagatellisierst.

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      • 1. Ich bin selbst Ingenieur in der Entwicklungsabteilung eine Kochgeschirrherstellers, von daher würde mich die technische Antwort brennend interessieren 😉
        2. Was kann die PTFE-Beschichtung dafür, wenn sich jemand dämlich anstellt?
        3. Ich bagatellisiere nichts – wenn PTFE-Beschichtungen bei Kochgeschirr gesundheitlich bedenklich wären, dann würden sie keine LFGB- und LGA-Tests bestehen, deren Schwellenwerte so knapp bemessen sind, dass ein Mensch täglich einen Kochtopf verspeisen müsste, um einen gesundheitlichen Schaden davonzutragen.
        4. Was haben Vögel in der Küche verloren? (Außer natürlich solche, die zubereitet werden) 😉

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      • 1. Bei chemischen Reaktion gibt es Eine Mischung von Molekülen in verschiedenen Reaktionsstadien, die hin und wieder zurück wechseln. Deshalb sind Giftstoffe bereits vor dem „catastrophic failure“ vorhanden. Vielen Dank für den Hinweis auf einen möglichen Interessekonflikt aufgrund Deines Abhängigkeitsverhältnisses zu einem Hersteller. Sehr anständig, dass Du das bekannt gibst. Das relativiert Deine Aussagen natürlich.

        2. Unnötiges Gefahrenpotential

        3. Werden die Zersetzungsprodukte auch diesen Tests unterzogen?

        4. Die Gase beschränken sich nicht auf den Raum, in dem sie entstanden sind. Mir ist persönlich ein Fall bekannt, in dem in der Küche im Erdgeschoss hinter verschlossenen Türen eine PTFE-Pfanne überhitzt wurde. Die Papageien waren im 1. OG ebenfalls hinter verschlossenen Türen und sind alle gestorben. Die Halterin, brachte das Eine nicht mit dem anderen in Verbindung sondern ging davon aus, dass es ein Problem mit dem Wasser war, da an dem Tag Wasserrohre ausgetauscht wurden. Der entscheidende Hinweis war, dass die Tiere langgestreckt am Gitter hingen und dort verstorben waren. Papageien machen dies, wenn sie Atemprobleme bekommen. Nach mehrfachen Nachhaken meinerseits, fiel der Halterin dann ein, dass sie die Bratpfanne überhitzt und weggeworfen hatte.

        Deshalb empfehle ich, allen Haltern von Papageien (dazu gehören natürlich auch Sittiche) jegliches PTFE-haltige Zubehör aus dem Haus zu verbannen. Leider ist nicht immer klar, wo überall PTFEs drin enthalten sind. Es ist ein ganz schwieriges Thema.

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      • „Als niedrigste kritische Temperatur wurden im Tierversuch ca. 202 °C ermittelt. Bei dieser Temperatur lösen sich bereits kleine PTFE-Partikel, die bei Vögeln tödlich wirken können.“

        http://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_koch__und_bratgeschirr_mit_antihaftbeschichtung-7012.html

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      • Wenn schon, dann bitte den kompletten Text, oder bist du etwa ein Vogel, Dave?

        „Wie wirken die bei Erhitzung entstehenden Dämpfe im Tierversuch?
        Als niedrigste kritische Temperatur wurden im Tierversuch ca. 202 °C ermittelt. Bei dieser Temperatur lösen sich bereits kleine PTFE-Partikel, die bei Vögeln tödlich wirken können. Vögel reagieren wegen der unterschiedlichen Anatomie ihrer Lungen wesentlich empfindlicher als Säugetiere und Menschen, wenn sie giftige Substanzen einatmen. Eine Übertragung dieser Daten auf den Menschen ist deshalb nicht möglich.

        Für die Bildung von Zersetzungsprodukten aus PTFE, die für Ratten tödlich sind, werden Temperaturen von 425-450 °C benötigt. Eine 15-minütige Inhalation von ultrafeinen PTFE-Partikeln verursacht bei Ratten schwere Lungenschädigungen.

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        Welche Gesundheitsgefahr besteht für den Menschen durch Koch- oder Backgeschirr mit einer Antihaftschicht?
        Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch von beschichtetem Kochgeschirr besteht keine Gesundheitsgefahr. Gesundheitlich unbedenklich ist auch, wenn sich von einer zerkratzten Beschichtung kleinste Teilchen lösen und verschluckt werden. Da derartige Teilchen nicht verdaut sondern vom Körper wieder ausgeschieden werden, kann es nicht zu giftigen Reaktionen im Körper kommen.

        Das BfR warnt aber vor dem nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch, beschichtete Koch- und Bratgefäße leer zu überhitzen. Bereits bei Temperaturen über 360 °C bilden sich giftige Dämpfe aus fluorierten Verbindungen und Partikeln. Atmet man diese ein, können sie grippeähnliche Symptome, das sogenannte Teflonfieber (Polymerfieber), verursachen. Krankheitsfälle sind jedoch nur aus der industriellen Fertigung von PTFE bekannt, wo die Schadstoffkonzentrationen höher liegen können als im Privathaushalt.“

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      • Bin ein Vogel, keine Ratte 🙂

        Das Zitat ist gedacht als Gegenstück zu Deiner Aussage „PTFE-Beschichtungen beginnen ab etwa 360°C Gase abzugeben, die tatsächlich für Vögel giftig sind“, was auszusagen scheint, dass Vögeln unter 360°C keine Gefahr droht. Tatsächlich sind sie – gemäß Deiner Quelle, übrigens – schon bei massiv, massiv niedrigeren Temperaturen in Lebensgefahr. Offensichtlich kann die Aussage des BfR „Bereits bei Temperaturen über 360 °C bilden sich giftige Dämpfe aus fluorierten Verbindungen und Partikeln“ nicht richtig sein, wenn „Als niedrigste kritische Temperatur wurden im Tierversuch ca. 202 °C ermittelt. Bei dieser Temperatur lösen sich bereits kleine PTFE-Partikel, die bei Vögeln tödlich wirken können“ gilt.

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      • Touché – das hatte ich tatsächlich in einem Kommentar falsch zitiert.

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  5. Also Tefflon ist bei mir schon längst unten durch. Ich finde die ganzen Studien beweisen doch dass es sich bei Teflon oft um mögliche Giftstoffe handelt. Ich meine es gibt ein Paar Hersteller den ich schon vertraue aber Keramik ist trotzdem viel besser, wenn man einen Wert auf Gesundheit legt. Da ist man einfach auf der sicheren Seite, oder?

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  6. Gibt es denn auch Keramikpfannen, deren Beschichtung bei pfleglicher Behandlung langfristig hält?

    Ich besitze einen Bräter eines Markenherstellers mit Keramikbeschichtung, bei dem die Beschichtung nach
    15-20 mal benutzen deutlich angegriffen ist.
    Liesst man sich entsprechende Kommentare zu Keramikpfannen im Netz durch, so kommt eigentlich immer
    der Einwand, das nach mehrmaliger Nutzung die Beschichtung nachlässt.

    Mit den Nutzungshinweisen die du gibst, ist der Bereich für den man die Pfannen nutzen kann ja sehr eingeschränkt.
    Selbst Gemüsedünsten wird ja schwierig, wenn man nicht mit einem Kunststoffspatel oder Kochlöffel das Kochgut etwas schwenken kann.
    Fleisch braten und dann mit der Zange wenden fiele mir noch ein, aber anscheinend muss man bei der Hitze ja auch höllisch aufpassen.
    Saucen produzieren dürfte auch schwierig werden, wenn man keine Butter einrühren kann.

    Bei besseren Teflon Pfannen scheinen mir die Beschichtungen wesentlich besser zu halten.
    Mich wundert das Fazit daher ein wenig, denn was für eine Daseinsberechtigung haben Keramikpfannen,
    wenn anscheinend auch teure Modelle im regelmäßigen Einsatz ihre Beschichtung innerhalb eines Jahres verlieren?
    Wollte mir an sich eine optisch sehr schöne Keramik Pfanne kaufen, ab davon werde ich jetzt wohl Abstand nehmen.

    Eine andere Frage noch zum Schluss, ich möchte mir eine Pfanne kaufen, deren Hauptnutzen das Braten von Fleisch und das anschließende herstellen von Saucen aus dem Bratansatz sein soll. Welche Pfanne bzw. welchen Typ würdest du dafür empfehlen?

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    • Hallo Johannes, vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Keramische Beschichtungen werden zwar ständig verbessert, aber für das Nachlassen der Antihaftwirkung nach einigen Wochen oder Monaten, hat noch kein Beschichtungshersteller eine Lösung gefunden – werden sie auch nicht, denn das liegt in der Natur der Sache (die Antihaftwirkung wird bei keramischen Beschichtungen nur an der äußersten Oberfläche erreicht. Ist diese angegriffen, z.B. durch aggressive Spülmittel, oder hat Mikrorisse, entstanden z.B. durch exzessives Abklopfen eines Holzlöffels am Pfannenrand), dann ist es auch mit der Antihaftwirkung vorbei. Und dabei kommt es nicht darauf an, von welchem (mitunter teurem) Markenhersteller das Kochgeschirr ist, denn alle Markenhersteller verwenden Beschichtungen, die wiederum von Markenherstellern für Beschichtungen gefertigt werden. Die verhalten sich dann ähnlich, wie Edelstahlpfannen – alles pappt drin an (bei emaillierten Pfannen ist es ähnlich).

      Die Antihaftwirkung hält bei PTFE (‚Teflon‘)-beschichteten Pfannen tatsächlich erheblich länger, was daran liegt, dass das Material an sich (und durchgängig) antiadhäsiv ist – allerdings, und das ist für viele die downside – eben kratzempfindlich. Ich selbst habe nun ein Jahr lang PTFE-beschichtete Pfannen in meiner Testküche verwendet, auch zum Braten von Fleisch und anschließender Zubereitung von Saucen aus dem Bratansatz. Generell kann ich sagen, dass dies auch in beschichteten Pfannen mit etwas Vorsicht (und Geduld, denn die sind beim Erhitzen etwas träger, als Stahlpfannen) durchaus machbar ist.

      Wenn Dich die Optik (die Patina, die sich im Laufe der zeit entwickelt) nicht stört, dann ist für Dich sicherlich eine unbeschichtete Pfanne aus Carbonstahl (die im Volksmund oft fälschlicherweise als ‚Eisenpfannen‘ bezeichnet werden) erste Wahl. Allerdings sind die relativ schwer (wenn auch nicht so schwer, wie Gusseisen) und mangels Beschichtung hast Du ein Vielfaches an Fettspritzerei beim Braten. Dafür sind sie unverwüstlich und halten buchstäblich ein Leben lang. Die ‚optimale‘ Pfanne, die allen Ansprüchen und persönlichen Vorlieben beim Kochen & Braten gerecht wird, gibt es leider nicht. Es bleibt somit dabei – das ist immer eine Frage der persönlichen Prioritäten. Abschließend kann ich Dir sagen, dass ich früher zumeist Carbonstahlpfannen hatte, aber mich dann, beruflich bedingt an die PTFE-Beschichteten gewöhnt habe. Nun habe ich wieder Carbonstahl im Testeinsatz und mich nervt die Fettspritzerei so sehr, dass ich persönlich lieber PTFE-Beschichtete einsetze, auch wenn die ein geringfügig schlechteres Bratergebnis bringen und mehr Zeit & sorgsamen Umgang brauchen.

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  7. Sehr schöner Artikel über die zwei Pfannentypen – zwar schon etwas älter aber immer noch aktuell. DIEPFANNE ist ja eine emaillierte Pfanne. Kannst du darüber vllt noch einen kleinen Artikel schreiben?! Also Emaillierung vs. Teflon / Keramik.

    Viele Grüße

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  8. https://www.test.de/Pfannen-Frohe-Kunde-fuer-Koeche-4186853-4186873/
    […] Keramik. Es gibt auch Beschichtungen ohne PTFE, zum Beispiel reine Keramik­beschichtungen wie Ceradur (WMF) oder Cerabase (Berndes). PTFE-freie Beschichtungen zeigten im Test meist sehr gute Antihaft­eigenschaften und eine hohe Kratz­beständig­keit. Reine Keramik­beschichtungen lassen sich laut Anbietern problemlos auf 400 Grad Celsius und mehr aufheizen. Beachten Sie die Gebrauchs­anleitung.

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  9. Es gibt viele dokumentierte Fälle in denen Vögel bei Erhitzung von Teflon beschichteten Backblechen oder Pfannen von in die Luft abgegebenen Partikeln innerhalb von Minuten gestorben sind. Die Vögel erstickten da die PTFE Dämpfe die Lungen angriffen und die Vögel, meist Papageien, erstickten. Die Erhitzung lag hier bei über 200 Grad.
    Bei Keramik kommt dies nicht vor!

    Auch wenn das Atmungssystem von Papageien natürlich empfindlicher ist als das des Menschen kann man sich mit gesundem Menschenverstand, sofern vorhanden, ausrechnen, dass die PTFE Dämpfe auch für den Menschen nicht gesund ein dürften.
    Nicht direkt tödlich aber auf keinen Fall gesund!
    Das ist ein entscheidender Unterschied zu Keramik, Edelstahl oder Gusseisengeschirr.

    Irgendwelche „Experten“ oder „Leute vom Fach“ die sich auf Herstelleruntersuchungen beziehen sind offenbar keine Mediziner!

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    • Verehrter doc,
      allein in DE werden pro Jahr etwa 30 Millionen mit PTFE beschichtete Töpfe & Pfannen verkauft. Wenn das ‚böse‘ PTFE so schädlich wäre, müsste statistisch gesehen bereits die halbe Bevölkerung Deutschlands hinweggerafft, oder zumindest schwer erkrankt sein. *sarkasmusmoduswieder aus*

      Die Untersuchungen, auf welche ich mich beziehe, sind keine ‚Herstelleruntersuchungen‘, sondern werden von Verbraucherschutzorganisationen sowie auch teilweise vom Gesetzgeber gefordert und von unabhängigen Testinstituten durchgeführt. Die Testkriterien sind z.T. so streng, dass sie kaum zu erfüllen sind, außer mit bester Qualität und gesundheitlicher Unbedenklichkeit.

      Das ‚Papageienbeispiel‘ geistert mit schöner Regelmäßigkeit durchs Netz. *sarkasmusmoduswiederan*: Wer also seinen Sing- oder Sprechvogel loswerden möchte, der stelle ihn samt seinem Käfig in die Küche und ÜBERhitze mal eben eine PTFE-beschichtete Pfanne.

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      • Das „geistert“ nicht durchs Netz sondern findet sich in der veterinärmedizinischen Fachliteratur. Schon seltsam, wie vehement Du diese Beschichtungen sogar gegen belegte Fakten verteidigst. :-/

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      • Ich verteidige sie nicht vehement, und ich streite in keiner Weise ab, dass bei Überhitzung von PTFE für Vögel giftige Dämpfe entstehen können, aber dies geschieht eben nur bei fehlerhafter Anwendung. Autoabgase sind ebenso schädlich, seit kurzem ist bekannt, dass die Emissionswerte bei Dieselfahrzeugen fast ausnahmslos durch Betrugssoftware geschönt wurden. Hören wir deshalb mit dem Autofahren auf?

        Ich bin, offen gesagt, nicht gewillt, mich mit irgendwelchen Gruppierungen herumzustreiten, seien es Vogelliebhaber oder generelle Neinsager.

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      • Genau. Du bringst es selbst auf den Punkt. Abgaswerte wurden geschönt.
        Gifte durch PTFE natürlich nicht. Klar.

        Wieviele Menschen jetzt genau durch Autoabgase, Pestizide oder was auch immer Probleme haben lässt sich genau eh nicht beziffern. Am Anfang weiß man davon noch nichts aber irgendwann kommt es raus.
        Man war auch mal der Meinung das es bei einem Atomwaffenangriff ausreicht sich einen Aktenkoffer über den Kopf zu halten ***Ironie aus*** jetzt weiß man es besser.
        Bei Zigaretten weiß man es schon lange, gemacht wurde nix bis vor Kurzem weil die Tabaklobby so stark ist.

        Und bei Teflon kann man es sich auch ohne medizinischen Background denken … Wenn man dazu befähigt ist.

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      • Eine solche Diskussion könnte man endlos führen und niemals zu einem Ergebnis kommen, weil unsere Welt mit unzähligen Schadstoffen belastet ist. Dazu bin ich nicht bereit, sorry. Ich sage abschließend nur so viel: Ab etwa 200° C rauchen fast alle Fette bereits ab, bevor das PTFE überhaupt eine Chance bekommt, giftige Dämpfe zu entwickeln. Wer eine beschichtete Pfanne über 200°C erhitzt, kann schlicht und einfach nicht kochen.

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  10. Hi! Sehr gute Zusammenfassung über die Vor- und Nacheile von Keramikpfannen bzw. Teflonpfannen. Wir empfehlen Keramikpfannen eigentlich überhaupt nicht mehr. Einmal das Fett ein bisschen zu heiß und die Pfanne funktioneirt viel schlechter. Das feine Risse für den Abriss der Antihaftwirkung verantwortlich sind, war mir neu. Hast du da Quellen dazu?
    Schaut man sich auch mal bei Amazon die Keramikpfannen an, gibt es bei jeder etliche Bewertungen darüber, dass die Pfanne nach kurzer Zeit stark nachgelassen hat. Ich denke das einzige, was man mit einer Keramikpfanne noch machen kann, die mehr oder weniger hinüber ist, ist sie wie eine Eisenpfanne mit der Zeit einzubrennen.

    Gefällt 1 Person

    • Hi Simon, schriftliche Quellen zu den Rissen habe ich keine weiteren – ich bin aus der Branche und die Beschichtungshersteller haben das in ihren Labors getestet…ist also Insiderwissen.

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