Die Liebe (zum Kochen) in Zeiten des Coronavirus‘


Geht man dieser Tage zum Einkaufen, steht man mit hoher Wahrscheinlichkeit vor dem einen oder anderen leeren Regal. Besonders im Netz bekommt man den Eindruck, ganz Deutschland kaufe panisch sämtliche Supermärkte leer.

Die Leipziger Buchmesse, die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe und sogar die Internorga werden verschoben oder gar abgesagt, genauso wie andere Großveranstaltungen. Selbst die Premiere des neuen James Bond 007 wird um 7 Monate verschoben –  nur beim Nationalheiligtum Fußball scheint der Coronavirus (noch) nicht angekommen zu sein. Zumindest nicht in Deutschland.

Über Sinn und Unsinn von Hamsterkäufen lässt sich trefflich diskutieren. Sogar Innenministerium und Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfehlen immer genügend Vorräte im Haus zu haben um mindestens 10 Tage über die Runden zu kommen, aber das ist nichts Neues. Nur wird es der Bevölkerung in Zeiten des Coronavirus bewusster. Der Coronavirus – eine dunkle Bedrohung, die man nicht riechen, sehen oder schmecken kann – verunsichert die Menschen bis hin zur nackten Angst. Dosenfutter, Dosenbrot, Mehl, Zucker, Reis & Nudeln, ja sogar Toilettenpapier (kann man Klopapier eigentlich essen?) werden gehortet, doch wo bleibt die Liebe zum (frischen) Kochen?

 

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Man kann ja noch verstehen, wenn die Menschen sich bemühen, Kontakt zu Anderen zu vermeiden, nicht mehr ins Kino gehen, nicht mehr ins Restaurant. Aber müssen wir deshalb um unsere Ernährung fürchten? Ich denke nicht!

Selbst im Falle einer 14-tägigen Quarantäne ist die Versorgung sicher gestellt. Sei es durch Lieferdienste, soziale Einrichtungen oder freiwillige Helfer, die Lebensmittel auch vor der Türe abstellen könnten.

Viel mehr würde mir da ein anderes Nationalheiligtum der Deutschen zu denken geben – das Bargeld! Jeder Geldschein, jedes Geldstück ging durch unzählige Hände bevor es in unserm Portemonnaie gelandet ist. Bargeldlose Zahlung ist Trumpf in Zeiten des Coronavirus!

Und wie ist es mit den Handgriffen der Einkaufswagen? Schon mal darüber nachgedacht?

 

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Mein Einkaufsverhalten für Lebensmittel ändert sich durch den Coronavirus jedenfalls nicht. Ich wasche mir nur (noch) öfter die Hände, ich bezahle schon seit über 20 Jahren bargeldlos und Menschenansammlungen mag ich sowieso nicht. Ich gehe auch nicht ins Fußballstadion. Und auch nicht in die Muckibude. Ich bekämpfe den Virus mit einem anderen Virus, dem allumfassenden Rezept: dem Golf-Virus!

 

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Draußen in der Natur, weit weg von Städten und Menschenmengen. Wir marschieren für eine Runde fast 10 km über den Golfplatz, Bewegung und frische Luft stärken das Immunsystem sowieso und Kontakte mit anderen lassen sich auf ein Minimum reduzieren. Und teuer ist es auch nicht (meine Mitgliedschaft mit unbeschränktem Spielrecht kostet gerade mal 320 Euro im Jahr – das ist weniger, als ein Jahresabo für die meisten Muckibuden). Einzige Nebenwirkung: Man braucht etwas Zeit! Doch täte etwas Entschleunigung nicht uns allen gut? Auch ein langer Spaziergang hat diesen Effekt und selbst in seiner Küche findet man Entschleunigung.

Lasst uns nach einem langen Spaziergang (oder einer Runde Joggen oder Golf) weiter jeden Tag etwas Gutes kochen – heute gibt es bei uns Entenschlegel mit frischen Karotten, ein paar Kartoffeln und Lauch aus dem Ofen, langsam in einer selbst gekochten Geflügelbrühe mit etwas frischem Thymian und Knoblauch geschmort, und dazu frisches Baguette oder Ciabatta zum Auftunken der Soße!

Zum Rezept geht es hier: https://intelligenzanutrizionale.style/2019/12/10/ente-veggies/

 

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In diesem Sinne: Euer MaskedChef Tommy

Kategorien:Allgemein, UncategorizedSchlagwörter:, , , , , , , , , ,

9 Kommentare

  1. Diese Hysterie ist der einfache und eindeutige Beweis, dass die Weigerung sein eigenes Gehirn zu nutzen nicht mehr nur auf Generation RTL beschränkt ist. Wäre dem nicht so, so wäre eine gezielte Suche nach Information mit wenigen Klicks erledigt.

    Ich bin sehr oft versucht Buongiorno zu sagen und dabei zu husten.

    Mahlzeit 🙂

    Gefällt 2 Personen

  2. Neben Nudelregale sind auch die Chipsregale wie leergefegt !!??
    Heilfasten wäre in einer häuslichen Quarantäne, vielleicht nicht für dich, auch mal so eine Sache für einige Mitmenschen (falls der unwahrscheinliche Fall auftreten sollte). 😀

    Gefällt 2 Personen

  3. Mein Kühlschrank ist auch jetzt noch nahezu leer, weil er eben *schon immer* nahezu leer war- Ein „Überraschungsei“ hab ich derzeit an Essbarem darin- 😅

    Bisher hat Corona also bisher zu keinerlei Käufen bei mir geführt- „Nicht-Koch“ auch in Zeiten des Coronavirus, sozusagen- 😇

    Viele Grüße! VVN

    Gefällt 1 Person

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