Auflauf in der Pfanne – Tartiflette



Auflauf in der Pfanne? Tartiflette? Wie jetzt? Kann man eine Pfanne als Auflaufform benutzen? Auflauf in der Pfanne ist gar nicht so abwegig, wenn man die richtige Pfanne dafür hat. Viele Aufläufe oder auflaufähnliche Gerichte werden in der Pfanne gemacht. Man denke nur an die spanische Tortilla. Ohne eine geeignete Pfanne ist man da ziemlich aufgeschmissen. Bei Tartiflette wird es noch ein bisschen schwieriger, denn man braucht eine Pfanne, die in den Backofen darf. Die Edition 8 von d. die Pfanne® darf das. Mit Stiel bis 220°C und ohne denStiel, denn den kann man mit einem ‚Klick‘ abnehmen, sogar bis 250°C. Man kann sogar Kuchen drin backen (und noch viel mehr).

 

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Aber…was ist Tartiflette? Das ist, einfach erklärt, ein Kartoffel-Zwiebel-Käse-Auflauf, mit oder ohne Speck für die Vegetarier unter uns (also für die, die lacto-vegetarisch essen). Kein Low-Carb, kein Low-Fat, ganz im Gegenteil! Eher was für die, die was abkönnen. Aber ich warne euch! Das Zeug macht süchtig, maßlos! Da kannste jede einzelne Kalorie mit Vornamen ansprechen (frei nach Mirko Dhem – danke für den Spruch!)

‚Tartiflette‘ klingt zwar wie ein traditioneller französischer Auflauf, ist aber weit davon entfernt, traditionell zu sein. Eigentlich wurde Tartiflette erst Anfang der ’80er Jahre vom Syndicat interprofessionnel du Reblochon erfunden, einer Organisation, die die Interessen der Hersteller eines der Hauptbestandteile des Rezeptes, dem Reblochon-Käse vertritt. Reblochon-Käse? Na ja – den bekommt man auch nicht in jedem Supermarkt um die Ecke an die Backe geworfen, aber das geht mit jedem anderen kräftig-würzigen Weichkäse auch. ‚Le Rustique‘ schon mal gesehen? Das ist ein kräftiger Camembert aus Massenproduktion, den es nun wirklich in jedem Supermarkt gibt. Und anstelle von der italienischen (verdammt leckeren) Pancetta, die ich im Rezept verwendet habe, geht natürlich auch jeder andere durchwachsene und leicht geräucherte Bauchspeck vom Schwein: Einen der besten findet ihr hier! 

 

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Zutaten für 4 Personen (eigentlich für 6, aber das wird nicht funktionieren, wenn die erst mal mit dem Essen angefangen haben…)

1 kg festkochende Kartoffeln (vorzugsweise Linda)

6 mittelgroße Zwiebeln

1 Laib – oder auch 2 (250 g) würziger Weichkäse (original: Reblochon, oder Le Rustique oder ähnlich, mit essbarer Rinde)

1 Knoblauchzehe

80 g gute Butter (Süßrahmbutter bevorzugt)

200 g Speckwürfel (für die lacto-vegetarische Variante weglassen)

1 Glas (150 ml) trockener Weißwein (so einen, der auch in den Koch darf)

Crème Fraîche oder Sauerrahm nach Belieben

Salz (fürs Kochwasser) und Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Etwas geriebene Muskatnuss (optional)

Werkzeug

Kochtopf für die Kartoffeln

Hohe beschichtete Pfanne, die in den Backofen darf

1 Schüsseln ca. 20 cm Ø

Kochlöffel aus Holz

Kochmesser

(Durch einen Klick auf die Links öffnet sich jeweils in einem neuen Fenster die Produktbeschreibung)

und so gehts:

Zwiebeln schälen, halbieren und mit einem scharfen Messer in streifen schneiden. Knoblauchzehe schälen und fein hacken.

Speck in Würfel schneiden, bei mittlerer Hitze in der Pfanne auslassen und leicht knusprig braten. Die gebratenen Speckwürfel vorsichtig aus der Pfanne heben und in eine Schüssel geben. Das ausgetretene Fett bis auf ca. 3 EL abgießen. (Wer die lacto-vegetarische Variante macht, lässt diesen Schritt weg).

 

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Die Butter, Zwiebelstreifen und gehackten Knoblauch in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze für einige Minuten anschwitzen. Leicht salzen und mit Weißwein ablöschen. Die Mischung bei mittlerer bis niedriger Hitze ca. 20 Min. dünsten, dann in die Schüssel mit den gerösteten Speckwürfeln geben und gut durchmischen (für die lacto-vegetarische Variante…richtig! Natürlich in eine saubere Schüssel geben 😉 ). Großzügig mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen und ggfs. mit etwas Salz und geriebener Muskatnuss abschmecken. Pfanne beiseite stellen.

 

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In der Zwischenzeit die Kartoffeln mit Schale im Topf ca. 3 Finger breit mit kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Dann 2 EL Salz zufügen (erst, wenn das Wasser kocht!), je nach Größe der Kartoffel 20-30 Min. leicht sprudelnd weiter kochen (sie sollten keinesfalls übergart werden – gegen Ende der Kochzeit mit einer Gabel prüfen – die Kartoffeln dürfen beim Einstechen nicht auseinander fallen). Kartoffeln abgießen, schälen und in ca. 0,5 cm Scheiben schneiden.

Backofen auf 180°C vorheizen (Ober- + Unterhitze).

Die Hälfte der Zwiebel-Speck-Mischung (oder nur der Zwiebeln)  in der Pfanne verteilen. Kartoffelscheiben darauf verteilen, es folgt die restliche Zwiebel-Speck-Mischung mit Crème Fraîche oder Sauerrahm (optional). Käse in Tortenviertel (oder einfach in große Tortenstücke) zerteilen und dann längs halbieren. Mit der Schale (die essbar sein sollte) nach oben auf die Kartoffel-Zwiebel-Mischung legen. Pfanne in den Ofen stellen, Stiel abnehmen, und bei 180°C ca. 30 Min. backen.

Das geht auch in einer beschichteten Pfanne mit festem Stiel, aber da sollte sicher gestellt sein, dass der für 200°C geeignet ist (was nicht viele sind), denn die Temperatur-einstellung der meisten Backöfen ist ziemlich ungenau, und da kann schnell mal die eingestellte Temperatur überschritten sein.

WARNUNG Dieses Gericht ist eine unglaubliche Kalorienbombe! Für Maßlosigkeit der Esser wird keinerlei Haftung übernommen.

 

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Kategorien:Basics, HausMANNSkost, KlassikerSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , , , , , , ,

4 Kommentare

  1. Da ist es endlich. So ein tolles, einfaches Rezept. Ich liebe so etwas. Wird auf jeden Fall ausprobiert. Gruß Katrin

    Gefällt 1 Person

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