Die Makrele



„Die Makrele (Scomber Scombrus) führt in vielen Küchen ein Schattendasein. Dabei ist sie äußerst wohlschmeckend und einfach zuzubereiten.“ So schreibt Hans-Georg Pestka in seinem Online-Shop Genusshandwerker. Und recht hat er!

Trotzdem gilt die Makrele als überfischt und am 30. März 2012 wurden die MSC-Zertifikate aller Makrelenfischereien im Nordostatlantik ausgesetzt. Wie das kommt? Nun, werft beim täglichen Einkauf im Supermarkt oder beim Discounter mal einen Blick in die Kühlregale! Geräucherte Makrelen allgegenwärtig, eingeschweißt auf goldfarbener Folie, zu Schleuderpreisen! Oder bei den Fischkonserven. Makrele in Tomaten’creme‘, Pfeffermakrelenfilets, Räuchermakrele. Wer isst so’n Zeug? Offensichtlich sehr, sehr viele Menschen… :/

Tatsächlich schmeckt die Makrele als Frischfisch nicht nur hervorragend, sondern ist als Mitglied der Thunfischfamilie mit ihrem beachtlichen Fettgehalt von etwa 15% auch ein ausgezeichneter Lieferant für die begehrten Omega-3-Fettsäuren. Frische Makrelen (leinengeangelt vor der bretonischen Küste, zwar ohne MSC-Zertifikat, aber nichtsdestotrotz aus nachhaltiger Fischerei) gibt es bei den Genusshandwerkern. Die werden innerhalb von 48 Stunden, nachdem sie aus dem Wasser gezogen wurden, im ganzen angeliefert – frischer geht fast nicht, es sei den man wohnt an der bretonischen Küste…

Und so ist dies einmal mehr kein ausführliches Rezept, sondern eher eine Anleitung, wie man saftige, gebratene Makrelen auf den Tisch bekommt. Im Pergament (‚Butterbrotpapier‘) garen funktioniert nicht nur im Ofen, sondern auch auf dem Grill, allerdings muss der Rost unbedingt mit Alufolie abgedeckt werden, wir wollen unsere Fische in Papier schließlich nicht abfackeln…

Die Makrelen ausnehmen, unter fließend kaltem Wasser gut abwaschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. In Pergament einwickeln und die Enden mit Küchengarn verschließen. Grillrost mit Alufolie abdecken und die Makrelen auf jeder Seite etwa 5 Minuten grillen (je nach Größe der Fische).

Dazu passt Chipotle-Lemon-Mayonnaise (zum Rezept hier klicken), gegrillte Radicchio-Viertel (mit etwas Olivenöl und Meersalz) und Sauerteigbrot. Und ausreichend Weißwein – hier ein 2013er Loiserberg Grüner Veltliner vom genialen Fred Loimer.

From here, it is a case of attack! 😉

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Ein wenig Lagerfeuerromantik sorgt anschließend dafür, dass mindestens eine weitere Flasche geöffnet werden muss und der Abend gebührend ausklingen kann…

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Kategorien:Basics, HausMANNSkost, KlassikerSchlagwörter:, , , , , , ,

1 Kommentar

  1. Mit frisch geriebenen Meerrettich, ein paar gesalzene, hauchdünn geschnittene Gurkenscheiben und gerösteten Bauernbrot. Meine Lieblingszubereitung für gegrillte Makrele.

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