Fish’n‘ Peas – Gebratene Kleine Maränen


Maränen? Nicht etwa Muränen? Diese Frage stellt wohl fast jeder, dem dieser Fisch zum ersten Mal serviert wird. Tatsächlich dürften die Kleinen Maränen (Coregonus albula) wohl nur rund um die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern unter diesem Namen bekannt und berühmt sein. In Süddeutschland und in der Alpenrepublik heißen ihre unmittelbaren Artverwandten Felchen, Renken oder auch Reinanken.

Die Gattung Coregonus gehört zur Ordnung der Lachsartigen (Salmoniformes) und ist die artenreichste innerhalb derselben, doch optisch unterscheiden sie sich untereinander nicht sehr. Das ungeübte Auge könnte die Kleine Maräne auch für einen Hering oder eine Sardine halten, doch geschmacklich liegen Welten dazwischen. Die Kleine Maräne ist ein „öliger“ Fisch, geschmacklich vielleicht noch der Sardine ähnlich, wenngleich auch erheblich feiner, mit ganz wenigen Gräten.

Kleine Maränen leben jedoch nicht nur im Süßwasser, sondern kommen auch in der Ostsee im Bottnischen und Finnischen Meerbusen vor und werden in den nordskandinavischen Ländern als wohlschmeckender Speisefisch ebenfalls sehr geschätzt. Gefangen werden sie saisonal während der Paarungszeit im Juni/Juli, wenn sie sich im seichten Wasser aufhalten, aber die Müritzfischer bieten sie im Fischkaufhaus (auch im Online-Shop) auch tiefgefroren an.

In der Mecklenburgischen Seenlandschaft werden Kleine Maränen meist als Räucherfisch, aber auch gebraten mit Bratkartoffeln serviert. Wir verschieben den Mecklenburger Klassiker ein wenig in Richtung Großbritannien, wo zu traditionellen Fish ’n‘ Chips auch Erbsen als „mashy peas“ serviert werden. Die Erbsen lassen wir jedoch ganz, denn nicht nur die Maränen waren frisch – auch die Erbsen haben zur selben Zeit Saison.  Anstelle der Chips gibt es bei uns Fregola Sarda dazu – eine Pastaspezialität aus Sardinien, die nicht nur getrocknet, sondern geröstet wird. Insgesamt eine spannende und leckere Kombination, dies es zu probieren lohnt.

Pro Person:

2-3 Kleine Maränen (ausgenommen)

80g Butterschmalz

1 Handvoll Erbsen

100g Fregola Sarda Tostata

40g Süßrahmbutter

Salz und Pfeffer

etwas Mehl und 2 EL Panko oder Semmelbrösel

 

Die Fregola Sarda in leicht gesalzenem Wasser ca. 15-17 Min. garen, abseihen und mit etwas geschmolzener Butter legieren. Erbsen schälen und in kochendem Salzwasser 2 Min. blanchieren, abseihen und ebenfalls mit ein wenig Butter legieren.

Die Maränen leicht mit Salz und Pfeffer würzen, durch die Mischung aus Mehl und Panko/Semmelbrösel ziehen, leicht abklopfen und bei mittlerer Hitze in reichlich Butterschmalz in der Gusseisenpfanne knusprig braten – das dauert etwas 3 Min. je Seite.

Anrichten und genießen.

 

Bezugsquellen-Links:

Maränen: Fischkaufhaus der Müritzfischer

Fregola Sarda Tostata und Butterschmalz (Remeker Ghee – von Jersey-Kühen, das schmeckt besonders fein): Genusshandwerker

Erbsen: Garten oder Wochenmarkt, vereinzelt auch in gut sortierten Supermärkten

Gusseisenpfanne und Saucenpfännchen: diepfanne.com

Keep cookin‘

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