Pfannentest | ungewollt!


Nun ist es mir passiert!!

Eine leere beschichtete Pfanne (besser gesagt, den Wok von d. die Pfanne®) auf dem Induktionsherd stehen lassen. Übersehen, dass das Kochfeld AN war. Telefon klingelt….ein Klassiker! Und das mir!! Entwickelt und liefert Kochgeschirr, betet seinen Kunden vor, dass man PTFE (‚Teflon‘)-beschichtetes Kochgeschirr besonders auf Induktionsherden nicht leer erhitzen, und noch weniger ÜBERhitzen darf und dann das!

Das Telefongespräch dauerte etwa 10 Minuten. Als ich in die Küche zurück kam, rauchte der leere Wok leicht. Heiliger Himmel! Mein Blick fällt auf die Anzeige des Kochfeldes…Stufe 8. Verdammt!! Ich nehme den Wok vom Kochfeld und stelle es ab. Bekomme einen knallroten Kopf. Es riecht ein bisschen komisch hier…

Die Bodenplatte aus 18/0 Chromstahl, die im Boden des Aluguss-Woks eingesetzt ist, um ihn Induktionstauglich zu machen, hat sich bräunlich verfärbt. Das passiert mit Stahl, wenn er auf jenseits von ca. 350°C erhitzt wird. So bei ca. 500°C wird der Stahl blauviolett.

Die Verfärbung der Stahlplatte im Boden des Woks zeigt die Überhitzung ganz offensichtlich. Das waren wohl mindestens 350°C! Ist die Innenbeschichtung abgeraucht? Geraucht hat sie ja leicht…

Nein. Ist sie nicht. Die hellen Sprenkel in der ILAG® Granitec Beschichtung (technisch identisch mit Greblon® C3) zeigen minimale braune Verfärbung – sonst ist nichts passiert. Phew!

IMG_0871

Was will ich damit sagen? Behandelt euer Kochgeschirr gut – es ist es wert! Mich freut besonders, dass mein unbeabsichtigter Test die hohe Qualität der Produkte, die ich entwickle, unterstreicht. Gute Produkte für gute Marken.

Kürzlich bekam ich eine reklamierte Pfanne zugesandt, ‚mit der Bitte um Stellungnahme. Die sah so aus:

Ich habe das, zusammen mit dem Beschichtungshersteller im Labor analysiert. Die braunen Flecken am Boden sind eingebranntes Fett (oder Öl). Der Verbraucher hatte die Pfanne wohl über die Fettspritzer auf seinem Herd gezogen. Man sieht deutlich, dass die Stahlplatte nicht an sich verfärbt ist. Das ist verbranntes, eingebranntes Fett. Die Verfärbung der Innenbeschichtung kommt ebenfalls vom Fett. Ungeeignetes Fett oder Öl verwendet (nicht hoch erhitzbar). Diese Pfanne wurde vergewaltigt! Wer so mit seinem Kochgeschirr umgeht, sollte sich lieber aufs Grillen beschränken! d. die Pfanne® hat dem Kunden das wohl auf dem Kulanzweg ersetzt, aber verdient hat er das nicht! 😉

Schönes Wochenende euch allen!

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4 Kommentare

  1. ich habe ja jetzt auch eine Pfanne von euch, was ich allerdings schade finde ist das sich beim Erhitzen das Öl wieder an der Seite sammelt und in der Mitte sich der Boden nach oben wölbt. Ein etwas dickerer Kern würde da glaube ich Abhilfe schaffen. Ansonsten sehr gute Pfanne, vor allem für den Preis.

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    • Das ist leider die Crux mit Kochgeschirr aus Aluminium, was induktionsgeeignet sein soll. Die Verbindung zwischen Alu und Stahl ergibt ein Bimetall und das wölbt sich nun mal bei Erwärmung. Dickerer Boden schafft da schon ein wenig Abhilfe, aber hat zum Nachteil, dass sich auf dem Induktionsherd die Aufheizzeit verlängert und dass es teurer wird – mehr Material – höherer Preis. Die Teile von d. die Pfanne bestehen immerhin den LGA-Test, und das ist bei dem Preis schon ziemlich gut. 😉

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      • ah ok, das klingt logisch. Aber wie gesagt, ich bin ansonsten sehr zufrieden mit der Pfanne. Mal sehen wie die sich im Langzeitgebrauch macht 🙂

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  2. Wenn Du sie pfleglich behandelst und die Spülmaschine außen vor lässt, dann wird sie Dir lange Freude machen. Wir haben die Pfannen vor Marktfreigabe auch im harten Gastronomie-Einsatz (inkl. Gastro-Spülmaschine) getestet – auch da haben sie sich bewährt, nur die silikonbeschichteten Soft-Touch-Stiele sind dafür völlig ungeeignet – die mögen keine fettigen Hände (oder Handschuhe) und auch keine Spülmaschine. Diese ‚Handschmeichler‘ sind beim Endverbraucher sehr beliebt, deshalb hat d. die Pfanne® die so bei mir geordert, aber man muss halt sorgsam damit umgehen.

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