Tabouleh (oder Bulgursalat) | Onglet



Typisch für….im April ist der Frühling dran auf Kebos Blogevent!

Immer wenn es endlich Frühling wird, die Abende länger werden, und vor allem so lau, dass man endlich wieder im Freien essen kann, ist es an der Zeit das erste Tabouleh zu machen. Die Schreibweisen (Tabouli, Taboulee) variieren, so wie die Rezepte. Ursprünglich eine kleine Beilage aus der libanesischen Küche (Mezze) hat diese leckere, und übrigens vegane Beilage aus den Hauptzutaten Bulgur (Weizengries) und Petersilie und Zitronensaft einen unglaublichen Siegeszug in die Küchen der Welt angetreten. Meine erste Begegnung mit Tabouleh hatte ich vor etwa 20 Jahren, als ich das (vegetarische) ‚Moosewood Cookbook von Mollie Katzen‘ zum Geburtstag geschenkt bekam. Meines ist ein Vintage-Exemplar der Erstausgabe von 1977 und ich habe das Rezept über die Jahre immer wieder angepasst, bis ich bei der Version ankam, die ich heute vorstelle. Ich habe Tabouleh zwar nie im Libanon gegessen, aber in anderen Ländern des mittleren Ostens – und jede dieser kulinarischen Erfahrungen war ein bisschen anders. Nur Bulgur, Petersilie und Zitronensaft sind feste Zutaten. Meine Version weicht etwas vom Original ab, ich will eine substanzielle Beilage, die es auch mit einem kräftigen Fleisch vom Grill, wie hier dem Onglet aufnehmen kann.

Tabouleh kann unglaublich vielseitig sein. Von der genannten substanziellen Beilage, über Vorspeise, Kondiment und Salat bis zum Topping für gegrilltes Geflügel oder anderes Fleisch kann es fast jedem Anspruch gerecht werden. Und, dank des Zitronensafts (ein natürliches Konservierungsmittel) hält es sich gekühlt ohne weiteres für 4-5 Tage. Chilies. Nein, die sind in keinem der klassischen Rezepte für Tabouleh vertreten. Aber keiner erwartet im Ernst von mir, dass ich hier auf Chilies verzichte… ausserdem tragen die zur Haltbarkeit bei, haben also durchaus eine praktische Berechtigung im Rezept. Mein Tabouleh ist knackig, denn hier kommen frische Paprikaschoten und Gurke dazu, also eher ’salatlastig’…nur der Bulgur balanciert es wieder zur Beilage aus.

Zutaten (für eine große Schüssel – Personenanzahl ist hier unerheblich):

150 g Bulgur und 100 ml kochendes Wasser

1 TL Salz

2-3 Knoblauchzehen, entweder fein gehackt oder gerieben

Saft von 2 Zitronen und Abrieb von einer halben Zitrone (das gibt dem Tabouleh den gewissen Zitrus-Kick)

2 Bund Glattpetersilie und 1 Bund Minze, gewaschen, getrocknet und Blätter abgezupft, grob geschnitten

1 rote und 1 gelbe (oder grüne) Paprikaschote, gewaschen, entkernt und in Würfel geschnitten

1 Bund Frühlingszwiebeln, gewaschen und in Scheibchen geschnitten

1/2 Salatgurke, gewaschen und gewürfelt (nur das Fleisch, die Samen entfernen)

Gehackte rote Chilies nach Geschmack

‚Bunte kleine‘ Tomaten, geviertelt

je 1/2 TL Kreuzkümmel (Cumin) und Koriandersamen, im Mörser grob pulverisiert

Olivenöl extra Vergine nach Geschmack (etwa 3-6 EL)

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Ich empfehle ausdrücklich eine Schüssel mit einem dicht schließenden Deckel zu verwenden, denn der Knoblauch wird versuchen, sich sämtlicher im Kühlschrank aufbewahrten Nahrungsmittel zu bemächtigen 😉

Bulgur, 1 TL Salz, Kreuzkümmel, Koriander  und den gehackten oder geriebenen Knoblauch mit kochendem Wasser in einer Schüssel überbrühen, zudecken und für 20-30 Minuten quellen lassen. Mit einer großen Gabel gut durchmischen. Der Bulgur neigt zum Klumpen, es muss komplett aufgebrochen und vermengt werden. Gehackte Petersilie und Minze dazu geben und gut durchmischen. An dieser Stelle können die Chiles ins Spiel kommen…oder auch nicht. Zitronensaft und Öl dazu geben, gut durch mischen und zugedeckt im Kühlschrank für mindestens 4 Stunden (oder über Nacht) ziehen lassen.

Das klein geschnittene Gemüse dazu geben und alles gut vermengen. Mit Meersalz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle abschmecken.

Zum Onglet mache ich eine Sauce aus drei Würfeln Demi-Glace, geschroteten Pfefferkörnern (weiß, grün und schwarz), 50 g Creme Fraîche und etwas Dijon Senf. Onglet in der Steakpfanne (oder auf dem Holzkohlengrill – wenn das Wetter mitspielt) rare braten, mit Meersalz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen. Die Deko ist hier Mojo Picón (wie das geht, steht im link) – da hatte ich noch etwas übrig…

Kategorien:HausMANNSkost, KlassikerSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , , ,

4 Kommentare

  1. Nehm ich!!!! Bulgursalat liebe ich, wobei ich abgesehen von Zitrone u Petersilie oft abweiche vom Original 😊
    Super, dass Du mit dabei bist, liebe Grüße aus Südtirol, Kebo

    Gefällt mir

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